Sicher fliegen, pünktlich starten und landen: Dafür sorgt in Deutschland, dem flugverkehrsreichsten Land Europas, die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Ihre rund 2000 Fluglotsen lenken täglich bis zu 10.000 Flüge im deutschen Luftraum, das sind im Jahr rund drei Millionen. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen (Hauptsitz), Bremen, Karlsruhe und München sowie die Tower an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Auch arbeitet die DFS mit daran, Lärm- und Schadstoffemissionen möglichst gering zu halten.

Die DFS ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen, das zu 100 Prozent dem Bund gehört. Es beschäftigt rund 5550 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2015 etwas mehr als 1,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen generieren sich aus Gebühren, Erstattungen und sonstigen Einnahmen. Nutzen Fluggesellschaften die Dienste und Einrichtungen der Flugsicherung beim Starten und Landen an deutschen Verkehrsflughäfen, werden ihnen An- und Abfluggebühren in Rechnung gestellt; nehmen sie die Navigationsdienste und -einrichtungen auf der Strecke in Anspruch, entstehen ihnen Streckengebühren. Der größte Anteil an den Einnahmen generiert sich aus Streckengebühren, da Deutschland durch seine zentrale Lage in Europa viel überflogen wird. Über das Kerngeschäft hinausgehend vermarktet eine Tochtergesellschaft, die DFS Aviation Services GmbH, weltweit Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Flugsicherung. Das Tochterunternehmen ist zudem für die Flugverkehrskontrolle an acht deutschen Regionalflughäfen sowie am Flughafen London-Gatwick verantwortlich.

Schulabsolventen haben die Wahl zwischen zwei Ausbildungsberufen sowie drei dualen Studiengängen in technischen oder IT-geprägten Studienrichtungen, die Theorie und Praxis kombinieren. Mit einem Master in der Tasche kann man bei der DFS auch als Trainee einsteigen.

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Der Chef: Seit vier Jahren ist Professor Klaus-Dieter Scheurle Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Jurist begann seine Karriere im Bundesjustizministerium. 1993 wechselte er zum Bundesministerium für Post und Telekommunikation. Hier leitete er die Abteilungen Grundsatz und Regulierung. Von 1998 bis 2000 war er Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, der heutigen Bundesnetzagentur. Danach arbeitete er als Managing Director der Schweizer Investment Bank Credit Suisse First Boston. Von 2009 bis 2012 als Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) tätig, war er währenddessen Vertreter im DFS-Beirat, dann DFS-Aufsichtsratsvorsitzender, bis er schließlich 2013 Chef der Flugsicherung wurde.

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