Aktuell im Interview mit CHEF für 1 TAG ist Klaus Hansen, Managing Director der Personalberatung Odgers Berndtson. Zusammen mit seinem Team begleitet er CHEF für 1 TAG seit vielen Jahren.

Wie erleben Sie die Schüler heute im Vergleich zu den ersten Jahrgängen der Aktion vor 14 Jahren?Hansen_DCW8733-150 dpi
Die heutigen Schülerinnen und Schüler haben in der Regel klarere Vorstellungen, was sie wollen und was nicht. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie schon deutlicher wissen, was sie einmal beruflich machen werden. Aber sie treten mit präziseren und anspruchsvolleren Anforderungen an zukünftige Arbeitgeber heran, insbesondere was die Unternehmenskultur anbelangt.

Was lernen die Schüler durch die Aktion, was können sie über sich herausfinden?
Die Jugendlichen, die es bis in die Endauswahl schaffen, erleben hautnah, wie anspruchsvoll ein Auswahlprozess sein kann, wie gut es sich anfühlt, Grenzen überwunden zu haben, und dass für eine erfolgreiche Karriere mehr notwendig ist als Intelligenz und/oder Ellenbogen.

Worauf sollten die Schüler bei der Berufsorientierung achten?
Man sollte auf zwei Dinge achten: Erstens sollte man nicht versuchen, die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern zunächst einmal seine eigenen. Zweitens sollte das Unternehmen, seine Kultur, der Anspruch an die Mitarbeiter und das Leistungsniveau zu den eigenen Interessen und Neigungen passen und nicht zu denen, die man gerne hätte.

Wie profitieren Unternehmen von der Teilnahme?
Den Unternehmen bietet sich eine herausragende Bühne, sich gegenüber einer offenen, interessierten, aber auch kritischen Gruppe von potenziellen neuen Mitarbeitern zu präsentieren. Es werden Vorbehalte abgebaut, Interessen geweckt und zahlreiche erste Kontakte geknüpft, um nach Beendigung der Schule als attraktiver Arbeitgeber eine ernste Alternative darzustellen.